Der G8-Protest und die Montagsdemos
Heiner Geißlers Sicht der Dinge:
Die deutsche Einheit wäre nie zustande gekommen, wenn die Stasi-Leute die Demonstranten in Ost-Berlin, in Leipzig und in Dresden überall so eingeschüchtert und behindert hätten, wie das heute mit den Demonstranten vor Heiligendamm passiert.
Also Herr Geißler, ich habe den Eindruck, dass Sie hier einige historische Tatsachen verdrehen. Wenn ich mich recht erinnere, gab es bei den Montagsdemos 1989 keinen Schwarzen Block. Diese Leute haben damals in Leipzig, Dresden und in anderen Städten der DDR friedlich und einträchtig demonstriert. Sie haben ihrem Protest mit Worten Nachdruck verliehen und nicht mit Pflastersteinen. Sie haben damals durch friedlichen Protest die breite Mehrheit der DDR-Bevölkerung hinter sich gebracht und damit einen der wenigen friedlichen Systemwechsel in der deutschen Geschichte herbeigeführt.
So wie es derzeit um Heiligendamm abläuft, wird sich der Erfolg der Montagsdemos in diesem Jahr nicht nicht noch einmal einstellen.
Wir sind das Volk! Keine Gewalt!
Ein kleiner, aber nicht übersehbarer Teil der G8-Gegner macht genau das Gegenteil. Mit gewalttätigen Aktionen gegen die Polizei halten sie wahrscheinlich einen großen Teil der Bevölkerung davon ab, sich mit den Protestierenden zu solidarisieren.
Und genau aus diesem Grund werde auch ich mich nicht an dieser merkwürdigen Aktion einiger Blogger beteiligen, die ihr Blog schwarz einfärben (hah! ein Wortwitz). Keine Solidarität mit dem Schwarzen Block in meinem Blog.
Inspiriert durch Den Brechreiz unterdrückend… bei tAXMAN und Schwarze Blogs beim Gipfelblog
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Îch mag mich ja taeuschen, aber der Polizeikessel ist nicht erst seit Samstag gaengige Praxis.
@madchiq: soll heißen?
[...] http://www.weinschenker.name/2007-06-06/der-g8-protest-und-die-montagsdemos/ (Der G8-Protest und die Montagsdemos) [...]
He – danke, das ist eine gelungene Klarstellung der Unterschiede zwischen damals und heut.
In meiner Stadt glätten sich jetzt die Wogen und der Alltag wird wieder einziehen.
Was die Zeit danach bringen wird? Sprach Kohl damals nicht von blühenden Gärten? Wie wird es heut sein?
Aber ich bin kein Pessimist, hab mich an die schlüpfrig blumige Sprache einiger Politiker schon gewöhnt. Ich war als Otto-Normalverbraucherin schon zufrieden, dass sie sich den wichtigsten internationalen Fragen zuwandten. Neben der Armut in Afrika ist der welltweite Klimaschutz – vor Jahren sprach man noch vom Umweltschutz – eine der brennensten Fragen überhaupt. Ich gebe zu, dass das Stillschweigen der Politik zum Klima der zurückliegenden Jahre mich sehr beunruhigte.