Der G8-Protest und die Montagsdemos

Heiner Geißlers Sicht der Dinge:

Die deutsche Einheit wäre nie zustande gekommen, wenn die Stasi-Leute die Demonstranten in Ost-Berlin, in Leipzig und in Dresden überall so eingeschüchtert und behindert hätten, wie das heute mit den Demonstranten vor Heiligendamm passiert.

Heiner Geißler

Also Herr Geißler, ich habe den Eindruck, dass Sie hier einige historische Tatsachen verdrehen. Wenn ich mich recht erinnere, gab es bei den Montagsdemos 1989 keinen Schwarzen Block. Diese Leute haben damals in Leipzig, Dresden und in anderen Städten der DDR friedlich und einträchtig demonstriert. Sie haben ihrem Protest mit Worten Nachdruck verliehen und nicht mit Pflastersteinen. Sie haben damals durch friedlichen Protest die breite Mehrheit der DDR-Bevölkerung hinter sich gebracht und damit einen der wenigen friedlichen Systemwechsel in der deutschen Geschichte herbeigeführt.

So wie es derzeit um Heiligendamm abläuft, wird sich der Erfolg der Montagsdemos in diesem Jahr nicht nicht noch einmal einstellen.

Wir sind das Volk! Keine Gewalt!

Teilnehmer der Montagsdemos 1989/90

Ein kleiner, aber nicht übersehbarer Teil der G8-Gegner macht genau das Gegenteil. Mit gewalttätigen Aktionen gegen die Polizei halten sie wahrscheinlich einen großen Teil der Bevölkerung davon ab, sich mit den Protestierenden zu solidarisieren.

Und genau aus diesem Grund werde auch ich mich nicht an dieser merkwürdigen Aktion einiger Blogger beteiligen, die ihr Blog schwarz einfärben (hah! ein Wortwitz). Keine Solidarität mit dem Schwarzen Block in meinem Blog.

Inspiriert durch Den Brechreiz unterdrückend… bei tAXMAN und Schwarze Blogs beim Gipfelblog

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