Wie man beim NDR, dem Hamburger Abendblatt und bei der Welt nachlesen kann, wird der digitale Wahlstift nicht zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse der Wahlen für die Hamburger Bürgerschaft und die Bezirksversammlungen werden per Hand ausgezählt.
Am Abend des 24. Februar 2008 dürften zumindest die Mehrheitsverhältnisse klar sein. Um diese festzustellen, sind nur die Zweitstimmen auszuzählen, was im Vergleich zu vergangenen Wahlen kein Mehraufwand sein wird.
Beim Auszählen der Erststimmen wird es jedoch nicht so schnell gehen. Pro Wähler müssen hier bis zu zehn Kreuze berücksichtigt werden. Die Ermittlung dieses Ergebnisses und damit auch des amtlichen Endergebnisses dürfte mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Ich muss sagen, es freut mich sehr, dass sich die Dinge jetzt so gewendet haben. Was ich über den Wahlstift denke, habe ich ja bereits mehrfach hier geschrieben.
Ich hoffe, dass es dabei bleibt und dass dieses Ding nicht doch noch aufgrund irgendwelcher Winkelzüge zum Einsatz kommen kann.
Hi Jan,
ich teile absolut Deine Bedenken im Bezug auf mögliche Innentäter.
Als absolutes Negativbeispiel für digitale Wahlhelfer läßt sich sicher die US amerikanische Präsidentenwahl anführen, die, meiner Meinung nach, Herr Dell für Herrn Bush gewonnen hat.
Meiner Meinung nach ist der Wahlmanipulation Tür und Tor geöffnet sofern die Wählerstimmen in Datenbanken geführt werden [update Waehler_Stimmen set....].
Des Weiteren würde mich einmal eine repräsentative Umfrage zu diesem Thema unter Wählern des Alters 60 interessieren – ich denke ein Großteil dieser Generation würde auf Grund von digitalen Wahlhelfern den Wahlen fern bleiben.
Mittlerweile ist bei Heise eine Zahl bekanntgeworden: Für diese Projekt wurden anscheinend, bis jetzt, 4,5 Mio Euro “verbrannt” – ich denke dies ist ein Fall für den Bund der Steuerzahler.
Auch aus meiner Sicht ist das Geld verschwendet worden… Schade, denn jetzt braucht man es für die Wahlhelfer und die Räumlichkeiten beim Auszählen der vielen Erststimmen.
Das sind doch mal gute Nachrichten. Technik schön und gut, aber wenn etwas so einfach ausgetrickst werden kann, wie du gezeigt hattest, sollte man wohl auf das gute, alte Auszähl- und Ankreuzsystem zurück greifen.
Ich schließe mich da absolut an. Ohne das unrechtmäßig zu tun, weiß ich beruflich nur allzu gut wie leicht es ist, den Inhalt von Datenbanken so zu verändern, dass es nicht dokumentiert ist. Gerade in einem solch sensiblen Bereich sollte sich der Wahlgewinner nicht mal im Ansatz der Gefahr aussetzen, dass es bei seiner Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte.
@Janine: Sehe ich auch so … Noch glücklicher wäre ich mit unserem alten Hamburger Whalrecht. Damit wäre niemand auf die Idee gekommen, dass elektronische Verfahren notwendig sein könnten.
@Ingolf: Genau, diese Art von Zweifel dürfen wir uns nicht leisten.