
Foto von adesigna, unter Creative Commons Lizenz (vielen Dank dafür! / Thank you very much!)
Es war einfach traumhaft. Wie Markus es empfohlen hatte, waren wir am gestrigen Abend in der St. Katharinenkirche bei der diesjährigen Advents-Lausch-Lounge. Michi Reincke, Hasko Witte und Pastor Frank Engelbrecht hatten auch an diesem Abend wieder brilliante Künstler eingeladen, die uns einen wunderschönen Abend bescherten.
Ich kann es nur Jedem ans Herz legen, diese Veranstaltung im nächsten Jahr zu besuchen. Die Atmosphäre in der Kirche ist einfach wunderschön. Andächtig, gemütlich, warm. Alle sitzen ruhig da und lauschen den Künstlern.
Und die Musik ist nicht einfach nur das übliche Gedudel aus dem Radio, nein, dort treten wirklich talentierte Menschen auf. Die machen Musik aus Freude an der Musik. Es steht kein Geldgeiler Produzent oder TV-Sender dahinter, der mit einer Casting-Show den großen Reibach machen will. Das hier ist alles echt und keine Show.
Den Anfang machten Dirk Hoppe und Band (darunter Michael Krebs!). Ich kannte ihn bis dahin nicht. Er ist Soul-Sänger und tritt in Hamburg öfter mal in Angie’s Nightclub auf. Mit seiner tollen Stimme hat er den Laden gut in Schwung gebracht. Ich empfehle dringend die Hörproben auf seiner Homepage.
Mika Doo kannten wir schon aus einer früheren Lausch-Lounge. Dort trat sie noch ohne Band auf. Hier hatte sie eine Akkordeon-Spielerin, eine Violinistin und einen Gitarristen mit dabei. Mika macht ganz spezielle Musik, die mir ebenfalls sehr gut gefällt. An diesem Abend stellte sie auch ihr Können als Beatboxerin unter Beweis, als sie bei einer recht jazzigen Nummer die Posaune übernahm. (Frage: Nennt man das überhaupt Beatboxing, wenn jemand ein Nicht-Percussion-Instrument nachmacht?).
Lukas Hilbert … Lukas Hilbert? Der aus Popstars? Genau der! Was hat jemand von Popstars bei einer Veranstaltung wie der Lausch-Lounge verloren? Das hab ich mich im Vorfeld wirklich gefragt. Popstars und Lausch-Lounge — die Unterschiede könnten nicht größer sein, da letztere Veranstaltung von großem Respekt gegenüber den Küstlern und dem hohen Niveau der Musik geprägt ist. Ich persönlich halte nicht viel von diesen Casting-Shows.
Aber egal, die Organisatoren werden sich etwas dabei gedacht haben. Und als Lukas Hilbert loslegte, entnahm ich seinen einleitenden Worten, dass er vom Popstars-Image loszukommen versucht. Ich glaube, dass ein Auftritt bei der Lausch-Lounge dafür ein Schritt in die richtige Richtung ist. Was er dann präsentierte, war eindeutig nicht das, was ich von ihm aus dem TV kannte — also eine angenehme Überraschung
Ich hatte den Eindruck, dass er recht aufgeregt war. Seinen Applaus hatte er sich aber dennoch verdient. Besonders sein Lied auf Hamburg hat mir gefallen.
Allerdings sei mir eine Anmerkung gestattet: man kann nicht hingehen und sagen, man hätte eine neue Hymne für Hamburg geschrieben. Für mich gibt es nur zwei Hymnen und das sind Das Herz von St. Pauli und Hamburg, meine Perle.
Und zum Auftritt von Fjarill kann ich nur eines sagen: Das war der Höhepunkt des Abends. Die beiden können zaubern, so ist das einfach
Wenn das ganze Publikum den Refrain von Det regnar i Hamburg mitsingt wird mir jedesmal wieder warm uns Herz.
Den Abschluss bildete der Auftritt von Frank Engelbrecht und uns mitsingenden Lausch-Loungern mit dem Adventslied Tochter Zion, freue Dich.
Gerne
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