Minus Zwölf Prozent
Am 5. April 2008 wird der neue hessische Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentreten. Ob dann ein neuer Ministerpräsident oder eine neue Ministerpräsidentin gewählt werden wird, kann jetzt wohl noch niemand sagen.
Dass sich die Damen und Herren Politiker schnell einig werden, ist wohl eher unwahrscheinlich …
Eines freut mich jedoch: Wenn bei uns in Deutschland jemand der Meinung ist, er müsse mit populistischen Parolen Wahlkampf machen, dann bekommt er dafür die Quittung und verliert etwa 12 Prozentpunkte an Stimmen. Auch wenn er etwa 4000 Stimmen mehr bekommen hat als die SPD: minus 12% — das kann man nicht schönreden.
Keine Frage, innere Sicherheit und Jugendkriminalität sind wichtige Themen. Nur wenn man sie auf Stammtischniveau diskutieren will, verschreckt man Wähler eher, und bringt sie nicht auf seine Seite. Jedenfalls in Hessen war es jetzt so.
Es freut mich, dass der Koch damit keinen Erfolg gehabt hat. Hätte er eine etwas andere, zivilisiertere und differenzierte Wortwahl getroffen (wie etwa Herr Wulff in Niedersachsen), würde ich das vielleicht anders sehen.
Hier mal drei Beispiele aus dem Koch’schen Rhetorik-Repertoire:
- Forderung nach Gefängnis für Kinder unter 14 Jahren[1]
- Bezeichnung von Mitgliedern der Grünen als “Türken-Vertreter”[2]
- Behauptung: In Deutschland gebe es zu viele kriminelle junge Ausländer[3]
Solche Äußerungen kenne ich sonst nur von Parteien, die noch weiter rechts im politische Spektrum stehen — meine Stimme fängt man mit sowas nicht!
Quellen: [1, 2]DIE ZEIT, [3]Hessischer Rundfunk.
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Über die Wahl in Hessen bloggen auch:
30.01.08: Backlink
Gerade sehe ich, dass mein Artikel kurz in der Netzzeitung zitiert wird: NETZZEITUNG Blogblick
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Blogger zur Hessenwahl: Ausgekocht…
[...] Oder in anderen Worten, nämlich denen des Weblogs weinschenker.name: «Eines freut mich jedoch: Wenn bei uns in Deutschland jemand der Meinung ist, er müsse mit populistischen Parolen Wahlkampf machen, dann bekommt er dafür die Quittung und ve…