Die Spiele sind unpolitisch

… und man soll Sport und Politik voneinander trennen.

Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Das wird nun schon seit Monaten von der chinesischen Regierung und vom IOC hoch und runter gebetet.

Die Spiele sollten einmal dazu beitragen, China bei seiner Öffnung gen Westen zu helfen.

China öffnet sich nicht wie gewünscht und dem IOC scheint es egal zu sein. Westlichen Journalisten wird nur ein zensierter Internetzugang bereitgestellt.

Das darf man im IOC aber so nicht mehr formulieren. Stattdessen formulierte es der IOC-Präsident Jacques Rogge lieber so, dass der chinesische Zensor nur beim „zivilisierten Surfen“ der Journalisten hilft. Und unser Innenminister warnt die Athleten sogar vor unüberlegtem Protest.

Diese ganze Ärger war zu erwarten. Und viele Leute behaupten ja, dass die Spiele daran nie etwas ändern wollten, da man Politik und Spiele trennen muss. Dem kann man zustimmen oder auch nicht — einer Sache kann man sich dennoch sicher sein:

Während die Spiele stattfinden, die Sportberichterstattungen laufen und die Fans den Athleten zujubeln, wird in China, wie in den vergangenen Jahrzehnten die freie Meinung unterdrückt.

Menschen landen ohne Anwalt und ohne unabhängige Gerichte in Gefängnissen und Arbeitslagern . Sie werden gefoltert und mishandelt.

Dies alles wird weiterhin passieren, während bei uns über den Medaillenspiegel und über Dopingvorwürfe diskutiert werden wird. Aber wir sollen das eine ja vom anderen trennen.

This entry was posted in Aufreger and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>